Lehm-Schüssel.

Vor ein paar Wochen war ich mal wieder mit einem Freund an der Isar spazieren. Da wir gerne ein bisschen Abenteuer unterwegs erleben, konnten wir es uns nicht nehmen ein bisschen die Böschungen der Isar auf und ab zuklettern. Keiner ist dabei im Wasser gelandet, auch wenn es manchmal gefährlich knapp war. Aber es muss ja spannend bleiben.

An einer besonders rutschigen Stelle am Hang ist uns dann plötzlich der ungewöhnlich aussehende Boden aufgefallen:
So grau?! Dann gleich mit beiden Händen im Matsch hängend festgestellt: Das muss Lehmboden sein!
Sowas hatte ich noch nie gesehen. Wirklich wunderschön, die einzelnen Bodenschichten zu sehen, mit den verschlungensten Mustern darin.

Nachdem wir irgendwann dann doch genug hatten von eiskalten und matschigen Fingern, haben wir ein Stück Lehm mitgenommen. Später hab ich versucht eine Art kleine Schüssel daraus zu formen, was gar nicht so einfach war, da der Lehm innen zunächst steinhart und gefühlte -10°C hatte 😉
Die „Schüssel“ hab ich mangels eines Brennofens oder Lagerfeuers erstmal ein paar Nächte langsam trocknen lassen. Jetzt, nach 2 Wochen, ist sie fest und erfüllt ihre Aufgabe als Chili-Schale hervorragend!

Wenn ich sie gebrannt hätte, würde sie wahrscheinlich stabiler sein, und nicht ab und zu eine kleine Schicht Lehm-Staub an den Fingern hinterlassen. Insgesamt ein tolles, spontanes, wildes DIY Projekt 😉

Habt ihr schon mal mit Lehm direkt aus der Natur gearbeitet? Habt ihr Tipps, wie mensch ihn am besten verarbeiten kann? Und am Schluss noch etwas haltbarer machen kann? Reicht es aus ihn im Backofen zu brennen? 

So oder so, Matschen ist immer toll, egal, ob da bei was heraus kommt. 😀

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